Protokoll einer Flucht

Flüchtlingsproblematik, Flüchtlingskrise, Flüchtlingsflut. Seit vergangenem Jahr sind diese Worte jedem ein Begriff. Über 800.000 Asylbewerber hat Deutschland 2015 aufgenommen und es werden täglich mehr. Schreckensbilder und -nachrichten über die gefährliche Reise erscheinen immer wieder. Der tote Junge von Bochum, der Todes-LKW und die angeschwemmten Leichen an Lesbos sind nur ein paar Beispiele von vielen. Der Reporter Nino Seidel hat drei Monate lang einen Flüchtling auf seinem Weg begleitet. Seine Reportage „Protokoll einer Flucht“ beschreibt ausführlich Ramis Reise mit allen Höhen und Tiefen. Im Rahmen des Jugendpressefrühlings ist er über die Hintergründe zur Berichterstattung interviewt worden.

Foto: Anna Zirwes
Foto: Anna Zirwes

Zur Idee kam Nino Seidler als er sich mit einem bekannten Schlepper in Mersin traf. Dieser machte ihn mit einigen seiner Kunden, zu denen auch Rami zählte, bekannt. Zwar kann man ihn auf Grund seiner Berufung als Jurist und seinen Englischkenntnissen als „Luxusflüchtling“ bezeichnen, nichtsdestotrotz entschied sich Seidler für eine Reportage über ihn. „Ich hatte eine emotionale Bindung zu [Rami], obwohl ich ihn erst einen Monat kannte.“

„Im Bewegt-Bild waren wir die ersten.“ Das Besondere hierbei ist die Dokumentation der Flucht sowohl durch Nino Seidel, vor allem aber durch Rami selbst. Sie erfolgte mittels WhatsApp, in Textform oder unter Anwendung der integrierten Handykamera. Mehrere Tage konnte es vorkommen, dass keine Rückmeldung von ihm kam. Öfters trafen sich Redakteur und Akteur auf der Reise und erlebten Abschnitte von ihr zusammen.

Während des Kontakts mit Rami muss sich der Panorama 3 Journalist auf unbekanntem Gebiet bewegen. „Es gab da gewisse Grenzen, die ich austesten musste.“ Als ein Beispiel nennt er eine Situation, wo er mit Rami Wanderschuhe einkaufen ging. Rami fragte ihn, ob er sich diese kaufen solle. Nino zögerte erst, ob er ihm einen Rat dazu geben soll, ihn also überspitzt dargestellt in seiner Reise beeinflusst. Letztlich sah er aber ein, dass davon wohl kaum die Rede sein kann bei einer solchen Nebensächlichkeit.

Foto Stefan Stefancik

Trotz allem: „Für mich gab es auch ein paar No-Go’s“: So unterstützte der Journalist Rami weder durch Geld noch mit aktiver Hilfe, sondern verhielt sich passiv. „Mit einem Zeigefinger im Hinterkopf“, da es als Berichterstatter gilt, die notwendige Distanz zu dem Betroffenen zu bewahren.

Die Reise von Rami führte über die Balkanroute, wo auch Nino in Kontakt mit sowohl guten als auch schlechten Schleppern kam. Einmal habe einer von letzteren Rami mit einer Pistole bedroht, ein andermal wiederum filmte Seidel möglichst unauffällig ein Treffen zwischen einem Schlepper und Rami. Als naiv bezeichnet er sich dabei selbst, denn als man erkennt, dass er Aufnahmen macht, musste es diese glücklicherweise ’nur‘ löschen. Daher nennt Nino diese Erfahrung „Reporterglück“, auch weil er die Daten unauffällig wiederherstellen kann.

Sicherheit sei überhaupt kein Thema gewesen. Deshalb gab es im Vorwege kein Briefing zur Selbstverteidigung oder Ähnlichem. Scheinbar konnte sich die Redaktion des NDR kein gefährliches Szenario vorstellen. Auch im Falle von Ramis Tod hätte es keinen Notfallplan gegeben.

Schlussendlich musste Rami wegen eines „unglückliche[n] Zufall[s]“ trotz unzähliger Versuche, nach Deutschland zu gelangen, in Dänemark bleiben. Seidel steht jedoch bis heute mit ihm in Kontakt.

„Barrierefreiheit ist für jeden wichtig“

Wo im Sommer Bleichgesichter gegen Rothäute kämpfen, fand gestern auch die Schlagerparty „Kalkberg Open Air“ statt. Mittags führten wir ein exklusives Interview mit Achim Petry, anschließend stand Guildo Horn backstage für alle unsere Fragen zur Verfügung.

Eine Hornbrille liegt auf einem Tisch.
Fotos: Elisa Kubacyk

Musiker zu werden konnte sich der Schlagerstar schon immer vorstellen. Bereits im Kindesalter sang er im Chor und spielt nun Gitarre und Schlagzeug. Mit der Musik „wollte ich mir meine eigene Welt kreieren“ und mir „immer was ausdenken, was machen, was schaffen.“ so Guildo. Doch dann hat er „Abi gemacht und war immer noch kein Musiker“. Daher konzentrierte er sich auf ein anderes Berufsfeld und begann ein soziales Jahr in einer Werkstatt der Lebenshilfe. Die Arbeit mit den geistig behinderten Menschen gefiel ihm so gut, dass er anschließend Pädagogik studierte und als Musiktherapeut arbeitete. Währenddessen entwickelte er die Figur Guildo Horn und wurde als Musiker immer gefragter. Das gab ihm die Chance, seinen Kindheitstraum zu verwirklichen. Jetzt ist er „100 Prozent zufrieden“ mit seinem Leben.

Blick auf die Bühne von oben
Foto: Marie Stolp

Immer noch freut sich der Künstler über Begegnungen mit beeinträchtigten Menschen, denn „es bringt jedem etwas, mit Menschen mit Behinderung zusammen zu arbeiten“, „es macht Spaß“. Wie positiv diese Menschen mit ihrem Leben umgehen, sei irre. Gerade deshalb brauche man keine Berührungsängste zu haben, sondern sollte jeden Menschen gleich sehen.

Barrierefreiheit beispielsweise ist für jeden wichtig. Der 53-jährige meint hierzu: „Eine Rampe ist auch später für mich wichtig.“ Wenn er selber einen Rollator bräuchte, wäre er froh, wenn es Rampen gäbe. Genauso wie jeder, der mit Kinderwagen, Koffer oder Fahrrad unterwegs ist. „Die Barrieren sind also vor allem in den Köpfen.“

113 Piraten, eine Robbe und ich

„Nights of the Pirates“ lautet die diesjährige Motto-Party. Und die Kostümierung für die Feier wird von den Beteiligten des Jugendpressefrühlings ebenso ernst genommen, wie die ganze Veranstaltung. Um 22:00 Uhr am Freitag ist es schließlich soweit. Nahezu alle Teilnehmer stehen erwartungsvoll vor den Türen des Veranstaltungsraums. Neben zahlreichen Piraten und unzähligen Piratinnen sind eine Robbe und ich anwesend. Während die Robbe mit ihrem Kostüm überzeugt, nicht zuletzt auf Grund des Schriftzugs „ROBBE“ auf der Stirn, kann man mich als „nackt“ bezeichnen.

Party_Elisa Kubaczyk-15
Foto: Elisa Kubaczyk

Weder Augenklappe noch Kopftuch oder Säbel trage ich, stattdessen habe ich stylische beige Jeans, ein weißes T-Shirt und ein Jeanshemd an. So bin ich auch ein Hingucker geworden, wenn auch unfreiwillig.

Aber all dies interessierte niemanden mehr, nachdem die Türen geöffnet wurden. Links und rechts des Eingangs standen scheinbar okkulte Gestalten, eingehüllt in lange Kutten. Als die Crew versammelt war, wurde der Gefangene Marcel hereingeführt.  Kurz vor der Verurteilung befreite er sich von Kapitän René. Im selben Moment ließen Segebergs beste Piratenkämpfer ihre Verkleidung fallen und stürzten sich in den Kampf um die Freiheit. Anfangs schien das Gefecht noch ausgeglichen. Langsam aber sicher gewannen die Meuterer jedoch die Oberhand und zwangen den Kapitän in die Knie. Sein Ende läutete die Party ein.

Stimmige Tanzmusik, abgefahrene Lichteffekte und alkoholfreie Cocktails unterstützten die ansonsten schon heitere Stimmung. Abseits von nicht ganz so hippen Tanzbewegungen meinerseits kam es auch zu einer Polonaise, bei der alle mitmachten, ob nun freiwillig oder nicht. Nach zwei Stunden, drei oder vier Cocktails und beginnendem Ohrenklingeln machte ich mich dann auf ins Bett, um meinen „Rausch“ auszuschlafen.

Worauf wir bei Social Media achten sollten

Die InTouch berichtet über Partyexzesse von Justin Bieber, die GALA von den Depressionen Miley Cyrus‘. Auf Twitter und Facebook wird jeder Busenblitzer von Heidi Klum kommentiert und geteilt. Neue Medien tragen immer mehr zu immer weniger Privatsphäre von Personen des öffentlichen Lebens bei.  Schuld sind vor allem Social Media. Und wir als Teil einer  Erlebnisgesellschaft konsumieren gerne und viel, sind süchtig nach News und wollen mitreden können. Wie beeinflusst dieser schnelle Medienwandel unser Privatleben und das der Stars?

Foto: Alina Strehlow
Foto: Alina Strehlow

Dauernd sind wir online, ständig erreichbar: Social Media setzen uns unter Druck. Berühmtheiten dürfen sich keine Pannen erlauben und müssen sich immer unter Kontrolle haben – alles, was sie tun, würde sofort hochgeladen werden und wäre in jedermanns Munde. Dies bemängelt der DJ Jay Frog, Ex-Mitglied bei Scooter und zweimaliger Echogewinner. Wir haben den Musiker im Interview getroffen und zu diesem Thema befragen dürfen. Er sei angemeldet auf allen möglichen Portalen. Besonders aktiv sei er auf Twitter, Facebook und Instagram. Dort postet er jedes Erlebnis sofort.

Viele „Personalities“ ernten für ihre geposteten Beiträge Dislikes und Hatekommentare, weshalb sie sehr genau abwägen müssen, was sie veröffentlichen. Damit habe Jay Frog zum Glück noch keine Erfahrung gesammelt – diejenigen, die ihn nicht mögen, würden „eher ihre Klappe halten“ als sich öffentlich zu beschweren.  Glück gehabt. Für ihn ist Facebook eine gute Sache, da es Menschen erreicht, die ohne das Medium nie auf seine Musik gestoßen wären.

Doch anderen Social Media begegnet er negativer: Wie die meisten Musiker leidet er mehr unter Spotify und Youtube, als dass er von ihnen profitiert. Konsumenten besuchen seine Konzerte nur noch auf Livestreams und kaufen keine CDs mehr. Das bedeutet einen starken Rückgang der Einnahmen für den Künstler.

Leasickmann
Foto: Lea Sickmann

Unser Glück, kostenlos Musik zu hören, ist also des Musikers Pech. Auch hätten Social Media Auswirkung auf die Clubszene: Anstatt feiern zu gehen würden sich die Fans lieber mit einem Bier an den Elbstrand setzen und dort zu der Musik des DJs feiern, die sie von Youtube direkt abrufen. Insgesamt stören sich Künstler also an dem zurückgehenden Direktumsatz, erfreuen sich aber an der steigenden Popularität. Social Media haben also vor allem Vorteile bei der Verbreitung der Lieder unbekannter Interpreten.

Das unkontrollierbare öffentliche Auftreten ist nicht immer positiv. Sieht man allerdings schöne Urlaubsfotos, die auf der Facebook-Pinnwand eines Freundes erscheinen, wird man inspiriert, diesen Ort ebenfalls zu besuchen. So schwärmt Jay Frog zum Beispiel davon, „mit seinem Talent die Welt entdecken“ zu können. Seine Posts könnten die Fans dazu inspirieren, das Gleiche zu tun. Durch Soziale Medien können Stars also ihre Fans positiv beeinflussen. Abgesehen davon beherrschen Social Media uns ja nicht vollkommen: Auch für den DJ liegen seine Hauptinteressen noch immer bei der Familie und dem Reisen. Seine Facebook-Freunde sind für ihn Bekannte, mehr Wert legt er auf die Pflege persönlicher Freundschaften. Diese Aspekte seien seine Insel, auf die er entflieht, wenn er sich dem Medientrubel entziehen möchte. Und trotzdem zockt er gerne an seiner Xbox und sieht sich Youtube-Sketches an. Ganz ohne Druck, nur zur Entspannung.

Warum Social Media nicht alles ist

Ein Kommentar von Annika Hagge

Schockierend, aber wahr: Was noch möglich ist, scheint unvorstellbar! In Sekundenschnelle gehen Nachrichten bei Twitter um die Welt und man kann mittlerweile live Freunde bei Facebook begleiten. Gestern probierten auch wir vom Social Media Team uns an dieser großen Vielfalt aus.

Zugegeben, es kann süchtig machen zu verfolgen, wie viele Leute man gerade erreicht, wie viele Re-Tweets und Likes ein Eintrag bekommt – aber dennoch muss zu Recht in Frage gestellt werden: Wozu das Ganze eigentlich? Warum haben wir das Bedürfnis uns ständig mitzuteilen?
Sicherlich ist es eine tolle Art Freunde ständig auf dem Laufenden zu halten, aber zu schnell kann das Ganze Überhand gewinnen. Ich hab dies gestern am eigenen Leibe erlebt: Kurz bevor verkündet wurde, dass das Social Media Team die ‚beste Redaktion der Welt‘ sei, erwischte ich mich dabei, mich beinah mehr darüber zu ärgern, dass die Datenverbindung eine Liveübertragung zu dem Zeitpunkt nicht zuließ, als mich über den Moment des Ruhms zu freuen! Und guckt man einmal durch die Netzwerke, fällt auf, dass dies bei weitem kein Einzelfall ist.

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Foto: Anna Zirwes

Wir posten, bevor wir genießen – die virtuelle Welt muss zuerst erfahren, was es heute Leckeres zum Frühstück gibt, bevor wir in unser hübsch angerichtetes Croissant hineinbeißen.

Was ist das für eine Welt, in der die virtuelle Selbstdarstellung plötzlich Vorrang hat? Und das Schlimmste: Wir scheinen uns ja erst am Anfang all dieser Entwicklungen zu befinden. Sagt Teja Adams.

Wagen wir wie der Medienneudenker einmal einen kurzen Blick in die Zukunft. Vor meinem inneren Auge sehe ich Teenager, die ihr gesamtes Leben nicht in Fotoalben sondern auf ihrer Facebook-Chronik zurückverfolgen können: Ich sehe kaum mehr Augenpaare, die mich anblicken, wenn ich durch die Straßen gehe. Seien sie hinter Visuellen Brillen gecovert oder auf Touchscreens hinabgerichtet. Ich sehe das virtuelle Leben uns die Momente nehmen, welche wir, ganz für uns und ohne Mitteilungsbedürfnis, genießen sollten. Ich sehe soziale Netzwerke unsoziale Menschen formen. Besser gesagt, wir ganz alleine sind es, die zulassen, dass wir die Marionetten der Medien werden. Wir sind es doch, die unsere Daten und Inhalte teilen und tweeten und damit eben den Kontakt zu unserer fassbaren Umgebung verlieren. Wir sind es aber genauso, die sich bewusst fürs Leben und gegen den nächsten Post entscheiden können!

Ich will diese Art von Welt nicht sehen und dennoch will ich meine Augen vor ihr nicht verschließen: Blicken wir der Zukunft ins Auge und nehmen sie selbst in die Hand. Nicht mit dem Mausklick zum Liken dieses Beitrags, nein, mit der Bewegung unser Smartphone einmal zur Seite zu legen.

Das Rezept zum Glück

„Ich bin glücklich!“ Wann habt ihr diesen Satz das letzte Mal gesagt und auch wirklich so gemeint? Wann war das letzte Mal bei euch Schule, Familie und Freizeit im Einklang?
Wir sind gestresst, in unserem Kopf die Fragen: Wie ändere ich, was gestern passiert ist? Wie kann ich vorhersehen, was morgen passieren wird? Wir haben Angst, dass nicht alles so wird wie wir es uns vorstellen. Ein schönes Haus, ein gut bezahlter Job und eine heile Familie; das sind die Ideale, die uns vorgegeben werden. Aber wird es so eintreffen? Wir wissen es nicht und wir werden es auch nicht erfahren bis es soweit ist. Das müssen wir akzeptieren! Es läuft nicht immer alles nach Plan. Man kann schon fast sagen, dass es nie nach Plan läuft. Wir werden enttäuscht, in ein Loch fallen, Schmerzen haben. Trotzdem wird es auch immer wieder bergauf gehen! Wir werden andere Wege finden, bessere Wege, die für den Zeitpunkt perfekt sind.

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Foto: stocksnap.com

Wusstet ihr, dass im Inselstaat Vanuatu, auf dem laut dem Happiness-Index die glücklichsten Menschen der Welt leben, es aber gleichzeitig der Staat ist, der am meisten von Naturkatastrophen bedroht wird? Wusstet ihr, dass eine Person, die im Rollstuhl sitzt und eine, die im Lotto gewonnen hat, nach einem Jahr genauso zufrieden oder unzufrieden ist wie vor dem Unfall bzw. Gewinn? Wusstet ihr, dass jemand, der einen kleinen Burgerladen (heute McDonalds) kaufen wollte, es aber nicht tat, weil sein Bruder ihm kein Geld leihen wollte, mit seiner Entscheidung vollends zufrieden ist?
Das zeigt, dass die eigene Einstellung zählt! Die Situation ist das, was ihr daraus macht! Zu scheitern ist kein Beinbruch, selbst wenn es dann wortwörtlich mal ein Beinbruch ist. Das Rezept zum glücklich sein seid ihr selbst – ihr und eure Denkweise! Und vergesst nicht: Am Ende zählt nicht der erreichte Ruhm oder Reichtum, sondern wie es euch auf dem Weg dorthin ging. Denn „der Weg ist das Ziel“ wie Konfuzius schon 500 Jahre vor Christus erkannte. Genießt die kleinen Dinge im Leben, denn sie sind das, was am Ende in eurer Erinnerung bleibt; das, woran ihr Euch in schweren Zeiten festhalten könnt.
Also ist die Aufgabe für jeden von uns: Versucht, jeden Tag mindestens in einer Situation wirklich glücklich und zufrieden zu sein. Sei es beim Pizza essen mit der Familie, beim Sport oder bei sonnigstem Wetter auf dem JPF!

Ein Blick in die Zukunft mit dem Weiterdenker Teja Adams

Facebook, Twitter, Snapchat – die neusten Apps und Innovationen begeistern besonders junge Menschen immer wieder aufs Neue. Das weiß auch Social Media Experte Teja Adams, der in den Sozialen Medien die Zukunft sieht. Als Verantwortlicher der Facebook- und Twitteraccounts von Tagesschau und Tatort weiß Teja, wie man die jungen Leute erreicht. Deshalb greifen auch immer mehr Unternehmen auf Social Media Plattformen zurück, um sich zu präsentieren.

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Foto: Elisa Kubaczyk

Das Ausschöpfungspotential der Sozialen Medien sei noch riesig, so der Medienneudenker. Denn die leichtbedienbaren sozialen Plattformen befänden sich besonders durch ihre Schnelligkeit, große Reichweite und Zielgruppenausrichtung auf der Überholspur. Sie lassen direktes Feedback und eine interaktive Diskussion zu, sodass jeder Nutzer mit eingebunden wird. Möglich ist dies, da heutzutage soziale Medien aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken sind und beinah jeder über Internet verfügt. „Naja, außer man befindet sich in Bad Segeberg…“, fügt Adams lachend hinzu.

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Foto: Elisa Kubaczyk

Doch wie sehen die digitalen Medien der Zukunft aus? Für Teja Adams ist der Fall klar. In zehn Jahren sieht der Medientrainer die Menschheit mit Visuellen Brillen auf der Nase herumlaufen. Herkömmliche Videos werden von 360° – Videos abgelöst und Social Media wird mehr und mehr unabdingbar für Konzerne.

Gestern noch war Vine der absolute Burner, heute melden sich die ersten vom „zu uncool“ gewordenen Facebook wieder ab – es bleibt also spannend, was unsere schnelllebige Welt noch für uns bereithält. Der Weiterdenker Teja Adams ist dieser Entwicklung sicherlich schon einen Schritt voraus!